Kontrastsehen

Kontrastsehen: Definition

Für das Erkennen von Objekten ist eine hohe Sehleistung (Visus) als auch eine hohe Kontrastempfindlichkeit oder ein gutes Kontrastsehen wichtig. Die Kontrastempfindlichkeit beschreibt die Fähigkeit des visuellen Systems (Auge und Gehirn), Helligkeitsunterschiede wahrzunehmen. Am Einfachsten gelingt uns das, wenn die Konturen eines Objektes scharf abgegrenzt sind und sich das Objekt deutlich von seinem Hintergrund abhebt wie zum Beispiel bei schwarzer Schrift auf weißem Papier.

Eine Vielzahl von Veränderungen der optischen und neuronalen Komponenten beeinträchtigen die Kontrastempfindlichkeit bevor die Sehleistung betroffen ist. Hierzu gehören unter anderem nicht ausreichend korrigierte Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit durch eine nicht korrekt eingestellte Brille oder Kontaktlinsen als auch Medientrübungen des Auges wie Katarakt oder Glaskörpertrübungen. Außerdem setzen auch Augenerkrankungen wie Glaukom, altersbedingte Makuladegeneration oder diabetische Retinopathie und Störungen im Bereich des Gehirns wie Multiple Sklerose oder Parkinson die Kontrastempfindlichkeit herab.

Kontrastsehen eines Kurzsichtigen

Im Folgenden ist das Kontrastsehen eines Kurzsichtigen einmal mit und ohne Brille dargestellt:

Abb. 1: normales Kontrastsehen
Abb. 2: Kontrastsehen eines Kurzsichtigen ohne Korrektur

 

Die Konturen des Bildes ohne Korrektur sind stark verwaschen und die Schriftfarbe verblasst. Die Unterscheidung der Buchstaben wird daher erschwert.

Ein Kontrasttest kann somit kombiniert mit einem Sehtest Aufschluss über die Ursache von verminderter Kontrastempfindlichkeit geben und helfen, optische oder neuronale Erkrankungen aufzuspüren.

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